Chlamydien Infektionen

Was ist Chlamydia trachomatis?

Chlamydia trachomatis ist ein Bakterium, das in menschlichen Zellen wächst und gehört zu den Erregern sexuell übertragbarer Infektionen.

 

Wie kann man sich anstecken?

Die Übertragung erfolgt über ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, anal oder oral). Chlamydia trachomatis-Infektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind insbesondere sexuell aktive Jugendliche und junge Erwachsene von dieser genitalen Chlamydieninfektion betroffen (ca. 10-20 % der jungen Frauen sind infiziert; Da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist, kann die Durchseuchungsrate nur geschätzt werden).

 

Wie kann man sich schützen?

Das Risiko einer Ansteckung steigt mit der Zahl der Sexualpartner. Der Gebrauch von Kondomen vermindert dieses Risiko deutlich. Bitte beachte, dass die Pille nicht vor einer Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann!

 

Welche akuten Beschwerden gibt es?

Die Infektionen verlaufen bei Frauen in etwa 80 % und bei Männern in etwa 50 % der Fälle ohne Symptome und werden daher meist übersehen. Beschwerden können nach 1-3 Wochen auftreten, bei Genitalinfektionen aber auch erst nach 6 Wochen. Bei Frauen kann es zu Brennen oder Juckreiz während des Wasserlassens und zu Ausfluss kommen. Häufig sind auch Eileiter und Eierstöcke betroffen. Eine Eileiterentzündung (Adnexitis) kann Fieber und Bauchschmerzen hervorrufen. Aber auch eine Perihepatitis (Entzündung der Leber) wird als Folge einer Chlamydieninfektion festgestellt. Bei Männern kommt es zu Entzündungen der Harnröhre mit ähnlichen Symptomen wie bei den Frauen (eitriger Ausfluss, Jucken oder Brennen beim Urinieren).

 

Welche wichtigen Komplikationen gibt es?

Die akute und chronische Form der Infektion kann zu irreversiblen Verklebungen der Eileiter führen. Das ist einer der wichtigsten Gründe für Bauchhöhlenschwangerschaften und Unfruchtbarkeit. Eine Entzündung der Harnröhre und Prostata bei Männern wiederum kann zu einer Zeugungsunfähigkeit führen. Selten findet man eine Entzündung der Augenbindehaut. Auch reaktive Entzündungen der Gelenke (Arthritis) können nach der Infektion auftreten.

 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Für den Nachweis einer Infektion ist der Erregernachweis mittels molekularbiologischer Verfahren (Nukleinsäure Amplifikation) aus der ersten Portion (5 ml) des Morgenurins (kein Mittelstrahlurin) oder einem Abstrich des Gebärmutterhalses Methode der Wahl.

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Was kann man dagegen tun?

Eine rechtzeitig erkannte genitale Chlamydieninfektion heilt bei ausreichender Behandlung ohne Folgeschäden ab. Man therapiert mit Antibiotika, die in der Regel gut vertragen werden. Wie bei allen sexuell übertragbaren Erkrankungen müssen die Sexual-Partner gleichzeitig mitbehandelt werden. Vermeide ungeschützten Verkehr (ohne Kondom), solange die Behandlung andauert.

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