Mein Dianovis Empfehlungen
Hier findest Du eine Auswahl unseres Direktlabors für Prävention und Gesundheit. Darüber hinaus untersuchen wir viele weitere Biomarker und bieten zahlreiche Tests an, die du in unserem Leistungsverzeichnis findest.
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Vitamin D
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das im Körper wie ein Hormon wirkt. Es existiert in zwei Formen:
• Vitamin D₂ (Ergocalciferol) – kommt in Pflanzen vor.
• Vitamin D₃ (Cholecalciferol) – wird in der Haut durch Sonnenlicht gebildet und ist in tierischen Lebensmitteln enthalten.
Der Körper wandelt Vitamin D in der Leber zu 25-Hydroxy-Vitamin-D um – der Speicherform, die im Blut gemessen wird.
Warum braucht der Körper Vitamin D?
Vitamin D hat zahlreiche Aufgaben:
• Aufnahme von Kalzium und Phosphor – wichtig für starke Knochen und Zähne.
• Erhalt der Knochenstabilität und Vorbeugung von Osteoporose.
• Stärkung des Immunsystems – Aktivierung von Immunzellen, Schutz vor Infektionen.
• Regulation von Entzündungen und Unterstützung der Psyche.
• Einfluss auf Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutzucker und Muskelkraft.
Arteriosklerose
Der Mensch ist so jung wie seine Gefäße
Dieser Satz macht deutlich, dass die Gefäßverengung nicht nur ein hohes Risiko darstellt, sondern auch die Spannkraft von Körper und Geist beeinflusst. Das Nachlassen der Leistungsfähigkeit und ein zu früh fortschreitender Alterungsprozess sind häufig Folgen einer unerkannten oder ignorierten Blutfetterhöhung.
Zu hohe Fettspiegel im Blut sind eine tückische Gefahr. Da sie praktisch keine Beschwerden verursachen, können sie meist unbemerkt über viele Jahre hinweg schädliche Einflüsse auf das Gefäßsystem ausüben. Dabei kommt es zu einer langsam aber stetig fortschreitenden Ablagerung von Cholesterin und Kalk an den Gefäßwänden.
Was sich über Jahre langsam entwickelt, kann dann innerhalb von Stunden oder sogar Minuten zur fatalen Verstopfung der Arterien, zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
Prostatakrebs Vorsorge
Die Prostata (Vorsteherdrüse) umschließt die Harnröhre des Mannes am Blasenausgang. Das Prostata-Sekret ist wichtig für die Beweglichkeit der Spermien (Samenzellen). Mit zunehmendem Alter kann die Prostata an Volumen zunehmen und die Harnröhre einengen oder verschließen. Diese Prostata-Vergrößerung kann sowohl gutartig (Prostata-Hyperplasie) als auch bösartig (Prostata-Karzinom) sein.
Es ist lebenswichtig, so früh wie möglich zu erkennen, ob die Prostatavergrößerung gut- oder bösartig ist. Der Prostatakrebs ist einer der häufigsten bösartigen Erkrankungen des Mannes. Ursächlich spielen das Alter, genetische Ursachen, Vorerkrankungen in der Familie und die ethnische Rassenzugehörigkeit eine wichtige Rolle.
Ab dem 50. Lebensjahr sind bei etwa jedem 2. Mann Veränderungen der Prostata eingetreten. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Erkrankung der Prostata zu. Besonders häufig erkranken Afrikaner. Bei der kaukasischen Rasse (Europäer) ist mit einer etwas geringeren Erkrankungswahrscheinlichkeit zu rechnen, während Japaner deutlich seltener erkranken.
Die frühzeitige Erkennung ist wichtig für dich!
Wie bemerke ich die Erkrankung rechtzeitig?
Die Symptome sind:
• schwächerer Harnstrahl
• häufiger Harndrang
• Schmerzen beim Wasserlassen
Darmkrebs Vorsorge
Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 50.000 Menschen an Darmkrebs. Mit etwa 30.000 Todesfällen stellt Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache dar. Es gibt heute ausreichende Möglichkeiten der Früherkennung und daraus resultieren effektive therapeutische Maßnahmen. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung in einem frühen Stadium ist die Heilungschance nahezu 100 %.
Zu wenige nutzen die Chance
Obwohl es in Deutschland seit mehr als 25 Jahren ein Programm zur Krebsfrüherkennung gibt, nutzt nur etwa jede dritte Frau und jeder sechste Mann über 45 Jahre die Möglichkeiten!
Darmkrebs entsteht langsam
Fast immer entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Wucherungen, die sehr langsam wachsen, sich dann aber im Lau-fe von Jahren zu Krebs entwickeln können. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung nach dem 50. Lebensjahr auf. Grundsätzlich kann sie bei jedem Menschen vorkommen.
Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit erblicher Vorbelastung in der Familie: Wenn nur ein Mitglied in der Familie Darmkrebs hat oder hatte, ist das Risiko für die anderen schon verdoppelt oder vervierfacht.
Cortisol Spiegel
Was ist Cortisol?
Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es hilft dem Körper, Stress zu bewältigen, Energie bereitzustellen und den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen zu regulieren.
Warum steigt Cortisol an?
Ein erhöhter Cortisolspiegel entsteht häufig durch:
• Chronischen Stress (Beruf, Familie, psychische Belastung)
• Schlafmangel – weniger als 6 Stunden Schlaf erhöhen Cortisol deutlich
• Ungesunde Ernährung (viel Zucker, verarbeitete Lebensmittel)
• Hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie Morbus Cushing
Wie wirkt Cortisol im Körper?
Ein normaler Cortisolspiegel ist wichtig für:
• Energiegewinnung
• Blutzuckerregulation
• Fettstoffwechsel
• Blutdruckkontrolle
• Schlaf-Wach-Rhythmus
Bei Stress steigt Cortisol an, um Energie bereitzustellen – sinnvoll kurzfristig, aber problematisch, wenn es dauerhaft passiert.
Vitalität der Frau
Vitalität heißt körperliches und seelisches Wohlbefinden in jedem Alter. In den verschiedenen Phasen des Lebens wandeln sich aber die Prozesse in im Körper. Die Folge ist – Sie nehmen Veränderungen an Ihrem Körper wahr, wie z.B.:
• Schlafstörungen und Depressionen
• Hitzewallungen und Nervosität
• Knochenschmerzen (Osteoporose?)
• Konzentrationsschwäche
• Kopfschmerzen (Bluthochdruck?)
• Cellulite und Übergewicht
• Verminderung der allgemeinen Leistungsfähigkeit
• häufig missgestimmt, lustlos und müde
Die tatsächliche Ausprägung und die Stärke dieser Empfindungen sind individuell verschieden.
Vitalität des Mannes
Vitalität in jedem Alter heißt: Alterungsprozesse zu verzögern, den Körper fit zu halten und jünger auszusehen, als man ist. Daraus entsteht mehr Lebenskraft und Lebensfreude für Sie und Ihre Attraktivität gegenüber dem Partner bleibt auch noch in der zweiten Lebenshälfte erhalten.
Der Alterungsprozess setzt bereits mit der Entstehung des Embryos im Mutterleib ein. Er ist für jedes Lebewesen unausweichlich. Die Kenntnis der Prozesse um das Altern hilft aber, Einfluss nehmen zu können.
Was verursacht die Alterung insbesondere?
• Vorzeitige Organabnutzung bei mangelhafter Erneuerung durch Stress, falsche Ernährung und Krankheiten
• Veränderungen im Hormonhaushalt
• Verstärkte Bildung freier Radikale bzw. Verminderung der Radikalfänger
Osteoporose
Die Osteoporose ist eine systemische Erkrankung der Knochen mit drei Merkmalen:
1. Verminderung der Knochenmasse
2. Veränderung der Knochenstruktur
3. erhöhter Frakturgefahr des Knochens
Wer ist betroffen?
Bis zu 30 % der über 50-jährigen Frauen (Klimakterium) und 8 – 10 % der Männer entwickeln eine Osteoporose. Diese Häufigkeit spiegelt sich auch in den oft zu findenden Krankheitssymptomen Rücken- oder Knochenschmerz wider, die aber nicht zwingend ein Hinweis auf eine Osteoporose sein müssen.
Wie wird eine Osteoporose diagnostiziert?
Den ersten Schritt unternimmt dein Hausarzt, indem er bestimmte Schmerzmuster bestimmt und Risikofaktoren erfragt. Eine klinische Untersuchung und die Messung des Mineralisierungsgehaltes des Knochens mittels bildgebender Verfahren schließt sich an.
Was kann das Labor leisten?
Die Primärdiagnose einer Osteoporose mittels Untersuchungen aus Blut oder Urin ist nicht möglich. Die Stärke der Labordiagnostik liegt in der:
• Ursachensuche für eine Osteoporose
• Einschätzung der Aktivität der Osteoporose
• frühzeitigen Therapiekontrolle
Haare & Nägel
Haare und Nägel hatten einmal wichtige Funktionen wie Wärmedämmung und Verteidigung vor Feinden. Heute ist schön glänzendes Haar für uns aber weitaus mehr als nur eine Kopfbedeckung. Es gibt dit, wie auch glatte und gepflegte Nägel, Selbstbewusstsein und Lebensgefühl.
Probleme mit den Haaren?
Täglich ungefähr 100 Haare zu verlieren, ist normal. Erst wenn es mehr werden, kann es kritisch sein. Viele Gründekönnen eine Rolle spielen:
• Eisenmangel
• Eiweißmangel (z.B. im Anschluss an eine Diät)
• Einnahme von Medikamenten (z.B. Blutgerinnungsmittel, Vitamin A oder „Fettsenker“)
• Schilddrüsenerkrankungen
• Hormonmangelsituation
• Zinkmangel
• Pilz-Infektionen
• Stress und falsche Ernährung
Zöliakie
Zöliakie ist eine durch Getreideeiweiß ausgelöste Erkrankung des Dünndarms, die im Kindesalter als Zöliakie und im Erwachsenenalter als einheimische Sprue bezeichnet wird. Ein weiterer Fachausdruck für diese Erkrankung ist „Gluteninduzierte Enteropathie“. Bei den auslösenden Getreidesorten handelt es sich hauptsächlich um Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und Grünkern.
Auslöser für die Schädigung der Dünndarmschleimhaut ist nicht das gesamte Getreide, sondern nur bestimmte Eiweißbestandteile, z.B.:
• Gliadine in Weizen, Grünkern, Dinkel
• Secaline in Roggen
• Avenine in Hafer
• Hordeine in Gerste
Die Ursache für die Unverträglichkeit liegt in einer immunologischen Überreaktion des Körpers gegen diese Getreidebestandteile, die zur Zerstörung der Dünndarmwand führt.
Histamin Unverträglichkeit
Unter Histamin-Intoleranz versteht man die Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin: Die Ursache ist ein Mangel an dem Histamin abbauenden Enzym Diaminooxidase (DAO) bzw. ein Missverhältnis zwischen anfallendem Histamin und dem DAO-Spiegel. Die Histamin-Intoleranz tritt also dann klinisch in den Vordergrund, wenn der Organismus mit mehr Histamin belastet wird, als er gegenwärtig abbauen kann. Darüber hinaus sind allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen und Asthma oder auch Sensibilisierungen auf Schimmelpilze oder Milben zusätzliche Quellen von Histamin, welches sich zu dem mit der Nahrung aufgenommenen Histamin addieren kann.
Histamin entsteht in Lebensmitteln durch die Tätigkeit von Bakterien vor allem im Zuge von Reifungsvorgängen. Mit zunehmender Lagerungsdauer steigt der Histamingehalt in Nahrungsmitteln an, womit die Streuungsbreite der Werte zu erklären ist. Histamin kann aufgrund seiner Hitzestabilität weder durch Tiefkühlen, noch durch Kochen, Grillen, Braten oder Backen zerstört werden.
Biogene Amine wie Histamin werden aus Aminosäuren durch Decarboxylasen gebildet, die reichlich in Bakterien vorkommen. Daher findet man sie in größeren Mengen vor allem in mikrobiell hergestellten bzw. fermentierten Lebensmitteln (z.B. Käse, Sauerkraut und Wein) sowie in proteinreicher Nahrung (z.B. Fisch, Fleisch und Wurst). Sehr hohe Spiegel sind in bakteriell verdorbenen Lebensmitteln messbar.
Bei nachgewiesenem DAO-Mangel ist die Vermeidung histaminreicher Lebensmittel die wichtigste Therapiemaßnahme.
Laktose Intoleranz
Wenn Milchprodukte krank machen
Jeder siebente Erwachsene in Deutschland bekommt nach dem Verzehr von milchzuckerhaltigen Nahrungsmitteln Verdauungsprobleme. Ursache dafür ist ein Mangel an dem Verdauungsenzym Laktase und man spricht von einer so genannten Laktoseintoleranz.
Was ist Laktoseintoleranz?
Bevor der Milchzucker (Laktose) im Darm resorbiert werden kann, muss er in seine Bausteine Glukose und Galaktose gespalten werden. Dies erfolgt durch das Verdauungsenzym Laktase, welches im Dünndarm produziert wird. Wird nicht ausreichend Laktase gebildet, kann der Milchzucker nicht verdaut werden und gelangt in den Dickdarm. Dort dient er den Darmbakterien als Nährsubstrat. Dabei werden Gase gebildet und es kommt zu vermehrten Darmbewegungen. Die Folgen sind:
Völlegefühl, Blähungen, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit, Hypoglykämien (Unterzuckerung), Reizdarmsymptomatik. Auch Symptome wie Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden und allgemeines Unwohlsein („Gefühl krank zu sein“) können mit einer Laktoseintoleranz assoziiert sein.
Reiseschutz | Impfung
Der internationale Reiseverkehr nimmt ständig zu. Wir reisen häufiger, schneller und weiter, damit aber auch risikovoller. Ob individuelle Reisen mit dem Rucksack im Regenwald von Malaysia oder 5-Sterne-Luxus an der türkischen Riviera, Reiseberatung und ausreichende Reisefähigkeit gewährleisten einen Urlaub wie er sein soll – erholsam und informativ.
Reiserisiken
Das Risiko, auf einer Reise zu erkranken, resultiert durch simple Veränderungen deiner gewohnten Umgebung.
• ungewohnte Ernährung
• übermäßige Sonneneinstrahlung
• falsches oder zu weniges Trinken
• ungenügende Hygiene
• Wildtierkontakte
• Gifttierkontakte
• Insektenbelästigung
• lange Reisezeiten
• Besonderheiten im Hochgebirge
• Besonderheiten beim Baden und Tauchen
Blutgruppe
Die Blutgruppen sind so alt wie die Menschheit. Das fundierte Wissen darüber hat sich aber erst in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt.
Zuerst gab es nur die Blutgruppe 0 (Null). Umwelteinflüsse haben über die Jahrtausende der Menschheitsentwicklung verschiedene andere Typen ausgebildet. Heute gibt es neben der Blutgruppe 0 (Null) noch die Blutgruppen A, B und AB. Dieses ABO-System ist das heute gebräuchlichste System der Einteilung und das wichtigste Blutgruppenmerkmal bei der Bluttransfusion.
Antikörper gegen Faktoren des AB0-Systems werden beim Menschen während des ersten Lebensjahres ausgebildet. Im Jahre 1940 entdeckten die Wissenschaftler Landsteiner und Wiener eine weitere bedeutsame Einteilung – das Rhesus-System. Hier werden andere Eigenschaften der Oberfläche roter Blutkörperchen untersucht. Sie heißen C, D, E, c, d und e.
Antikörper gegen Rhesusfaktoren, insbesondere Rhesusfaktor D, werden bei Menschen, die diesen Faktor nicht haben, nur gebildet, wenn sie mit ihm in Kontakt kommen. Dies kann nach Bluttransfusionen geschehen und bei Frauen auch während der Schwangerschaft, insbesondere bei der Geburt.
Der Antikörpersuchtest oder auch indirekter Coombstest ist eine Untersuchung des Blutserums, also des flüssigen Teils des Blutes.
Bei dieser Untersuchung werden Antikörper gegen bestimmte Merkmale von roten Blutkörperchen nachgewiesen. Diese Antikörper können zur Zerstörung von roten Blutkörperchen führen und so Zwischenfälle bei Bluttransfusionen verursachen oder bei späteren Schwangerschaften Komplikationen beim Kind hervorrufen.
Die 3 Punkte:
• ABO-System
• Rhesus-System
• Antikörpersuche
sind Bestandteile deiner Blutgruppe.
HIV ("AIDS") Test
AIDS oder erworbenes Immunabwehr-Mangelsyndrom ist der Name des Krankheitskomplexes, der nach einer Infektion mit dem HI-Virus droht. Es gibt verschiedene Therapieansätze, aber man muss feststellen, dass AIDS bis heute trotz aller medizinischen Fortschritte nicht heilbar ist.
Deshalb hat der Schutz vor Ansteckung nach wie vor den höchsten Stellenwert bei der Bekämpfung der Erkrankung. Wirksamstes Mittel ist die Verwendung des Kondoms. Ungeschützter Geschlechtsverkehr außerhalb einer festen Partnerschaft provoziert neben der HIV-Infektion Geschlechtskrankheiten wie z.B. Gonorrhoe, Hepatitis, Chlamydieninfektionen und Lues.
Wie kann man sich mit HIV infizieren?
Hauptsächliche Übertragungswege sind:
• Ungeschützter Geschlechtsverkehr
• Blutkontakt mit infiziertem Blut
Wenn du dir doch einmal unsicher sind, kann man durch einen HIV Test mit hoher Sicherheit eine Infektion ausschließen.
Chlamydien Infektionen
Chlamydia trachomatis ist ein Bakterium, das in menschlichen Zellen wächst und gehört zu den Erregern sexuell übertragbarer Infektionen.
Wie kann man sich anstecken?
Die Übertragung erfolgt über ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, anal oder oral). Chlamydia trachomatis-Infektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind insbesondere sexuell aktive Jugendliche und junge Erwachsene von dieser genitalen Chlamydieninfektion betroffen (ca. 10-20 % der jungen Frauen sind infiziert; Da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist, kann die Durchseuchungsrate nur geschätzt werden).
Wie kann man sich schützen?
Das Risiko einer Ansteckung steigt mit der Zahl der Sexualpartner. Der Gebrauch von Kondomen vermindert dieses Risiko deutlich. Bitte beachte, dass die Pille nicht vor einer Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann!
Parvovirus B19 (Ringelröteln) in der Schwangerschaft
Das Parvovirus B19 ist ein sehr kleines (lateinisch ‚parvum’ für ‚klein’) beim Menschen vorkommendes Virus. Es wurde 1975 bei asymptomatischen Blutspendern entdeckt. Der Name B19 stammt von der Probe eines Blutspenders, die mit dem Code „B19“ gekennzeichnet wurde.
Wie verbreitet sich das Virus?
Die Parvovirus B19-Übertragung erfolgt nur von Mensch zu Mensch. Das Virus wird durch Tröpfchen über die Atemwege verbreitet. Auch eine Übertragung durch Hand-zu-Mund-Kontakt, Speichel, Blut oder Blutprodukte ist möglich. Größte Ansteckungsfähigkeit besteht während der Virämie (Virusausbreitung im Blut) und vor dem Auftreten von Symptomen. Während der Schwangerschaft kann das Virus bei aktiver Infektion der Mutter transplazentar (über den Mutterkuchen) auf den Fötus übertragen werden. Das größte Risiko an einer akuten B19-Infektion zu erkranken, entsteht durch erkrankte Kinder im häuslichen Umfeld.
B-Streptokokken in der Schwangerschaft
Was sind B-Streptokokken?
Streptokokken der serologischen Gruppe B lassen sich in Deutschland bei etwa 10 % der Schwangeren in der Vagina oder im Stuhl nachweisen. Frauen die mit diesen Bakterien besiedelt sind, sind aber deswegen nicht krank. Sie stellen also für die werdenden Mütter keine Gefahr dar und verursachen in der Regel auch keine Beschwerden.
Warum ist es sinnvoll zu prüfen, ob Schwangere mit B-Streptokokken besiedelt sind?
B-Streptokokken können von der Schwangeren auf das Kind übertragen werden. Die Übertragung erfolgt meist bei der Geburt, beginnend mit den Wehen bzw. nach dem Blasensprung. Jedes zweite Kind, B-Streptokokken-positiver Frauen, wird nach vaginaler Geburt mit diesen Bakterien besiedelt. Auf Haut und Schleimhaut lassen sich die Erreger dann nachweisen, auch ohne dass die Kinder Krankheitszeichen haben.
Bei 1-2 % der Neugeborenen, B-Streptokokken-positiver Frauen, kommt es aber zu Infektionen durch diese Bakterien.
Toxoplasmose in der Schwangerschaft
Was ist Toxoplasmose?
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasit Toxoplasma gondii hervorgerufen wird. Der Mensch infiziert sich durch die orale Aufnahme von verschiedenen Lebensstadien des Parasiten, vor allem durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem zystenhaltigen Fleisch (Hackfleisch, Salami). Aus Katzenkot (z.B. über Katzenstreu, Spielsand oder Gartenarbeit) kann es zur Aufnahme von Toxoplasma-Oozyten kommen.
Die Infektion ist bei Menschen und warmblütigen Säugetieren weltweit verbreitet. In der Altersgruppe der 60- bis 65-jährigen findet man in Deutschland eine Durchseuchungsrate von bis zu 70 %.
Wie erkenne ich eine Toxoplasma gondii- Infektion?
Die Infektion verläuft meist symptomlos. Es zeigt sich also kein Krankheitsgefühl. Selten zeigen sich grippeähnliche Symptome wie Lymphknotenschwellung, Kopf- und Muskelschmerzen sowie allgemeine Abgeschlagenheit.
Infiziert sich eine Frau während der Schwangerschaft mit Toxoplasma gondii, so kann der Parasit möglicherweise auf das ungeborene Kind übergehen. In Abhängigkeit von dem Schwangerschaftsalter kann es dann zu Schäden für das Kind kommen (Krampfanfälle, Augenveränderungen, Totgeburt).
Helicobacter pylori Antigen
Eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit H.p. ist bei unter 20-jährigen nur bei jedem 10. Menschen zu finden. Dagegen ist in Deutschland jeder zweite 60-jährige „H.p. positiv“. Von den Menschen, bei denen sich H.p. eingenistet hat, merken nur 30 % etwas von seinen Aktivitäten. Diese äußeren sich in:
• Magenschmerzen, Druck im Oberbauch
• Sodbrennen, Völlegefühl
• Übelkeit
Folgen einer Helicobacter-Infektion
Es entwickeln sich allmählich eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und bei ca. 5 % dieser Patienten auch Geschwüre im Magen und/oder Zwölffingerdarm. Je nach Ausprägung und Dauer der Magenschleimhautentzündung steigt auch das Risiko, an bestimmten Formen von Magenkrebs zu erkranken.
Individuelle Risiken wirken entscheidend mit! Warum bei der sehr großen Zahl von H.p.-Trägern nicht alle an einer chronischen Magenschleimhautentzündung oder einem Geschwür erkranken, ist noch nicht ausreichend erforscht.
Übergewicht
Ist Übergewicht überhaupt ein Problem?
Übergewicht ist ein schwerwiegendes soziales und gesundheitliches Problem. Wenn man beispielsweise die Deutschen im Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr betrachtet, ist jeder zweite übergewichtig. Schönheitsideale wandeln sich im Laufe der Zeit von füllig nach mager und wieder zurück.
Das Problem Übergewicht führt aber immer zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen, wie:
- Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
- Hormonelle Störungen
- Stoffwechselstörungen
- Degenerative Gelenkerkrankungen
- Nachlassen der sexuellen Potenz
Wann kann man von Übergewicht sprechen?
Einfach zu ermittelnde Rechenwerte bestimmen die Schwere des Übergewichtes und den Gefährdungsgrad aufgrund der Fettverteilung.
• WHtR („Waist-to-height ratio“) – Verhältnis von der Größe zur Taille
• W/H-Ratio („Waist-to-HIP-Ratio“) – Verhältnis von Hüft- zu Taillienumfang
• BMI („Body Mass Index“) – Quotient aus Körpergewicht und dem Quadrat der Körpergröße
Oxidativer Stress
Was ist oxidativer Stress?
In uns entstehen und vergehen ständig sehr aggressive Moleküle, sogenannte freie Radikale, die dem Immunsystem helfen, eingedrungene Bakterien zu vernichten. Normalerweise hält unser Körper diese Radikale unter Kontrolle, aber manchmal kippt das Gleichgewicht und es kommt zu einem Radikalüberschuss – dem Oxidativen Stress. Dann greifen freie Radikale auch gesunde Zellen an, oxidieren und zerstören sie.
Antioxidanzien und freie Radikale
Freie Radikale entstehen nicht nur bei lebensnotwendigen Atmungs- und Verbrennungsprozessen, sondern auch durch äußere Einflüsse wie UV-Licht, Radioaktivität, Ozon, Umweltschadstoffe und Medikamente. Insbesondere das Rauchen produziert zusätzliche Radikalmoleküle. Zur Abwehr der schädigenden Wirkung der freien Radikale verfügt der Organismus über Schutzsubstanzen, die als Antioxidantien bezeichnet werden. Dazu gehören bestimmte Vitamine, Mineralien, Enzyme und Pflanzenstoffe. Der Druck auf dieses Kontrollsystem wächst aufgrund zunehmender Umweltbelastungen.
Thrombophilie
Die Neigung zu gesteigerter Blutgerinnung wird Thrombophilie genannt. Sie kann vererbt werden oder erworben sein. Die venöse Thrombose ist nach dem Herzinfarkt eine der häufigsten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ungefähr jeder 8. Erwachsene ist von einer Gerinnungsstörung unterschiedlichen Ausmaßes betroffen. Offene Beine (Ulcus cruris) sind häufige Folgeerkrankungen. Der Verschluss einer Lungenarterie ist eine weitere schwere und gefürchtete Komplikation. Jährlich sterben ca. 40.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenarterienembolie.
Hintergrund: Die Blutstillung (Hämostase) ist ein komplexes System aus einerseits Gefäßfaktoren, Thrombozyten und plasmatischen Gerinnungsfaktoren und andererseits aus antithrombotischen und fibrinolytischen Faktoren, die in einem Gleichgewicht zueinander stehen.
Bei einer Verletzung werden Arteriolen kontrahiert, die Thrombozyten lagern sich an den Endotheldefekt an, aggregieren und decken den Defekt ab. Sie setzen gerinnungsaktivierende Faktoren frei, die ein Gerinnsel bilden, das die Verletzung abdichtet.
Gleichzeitig werden antithrombotische und fibrinolytische Faktoren aktiviert, die die Gerinnung begrenzen und damit eine Thrombose verhindern.
Ist das Gleichgewicht dieser beiden gegenläufigen Prozesse gestört, besteht entweder eine Blutungsneigung oder eine Thromboseneigung.
Was begünstigt die Entstehung einer Thrombose?
Zu den häufigsten erworbenen, im Leben entstandenen Risikofaktoren zählen:
• langes Liegen oder Sitzen (wie bei der Arbeit oder während einer längeren Flugreise oder Busfahrt)
• Immobilität nach größeren Operationen
• orale Einnahme von Kontrazeptiva (Pille), Hormonersatztherapie (Östrogene) in der Menopause und Schwangerschaft
• Übergewicht, Rauchen
• höheres Lebensalter, schlechter Allgemeinzustand und bösartige Tumore.
