Helicobacter pylori pylori-Antigen
Steckbrief des Übeltäters Helicobacter pylori (H.p.)
Wohnort: auf der Magenschleimhaut jedes 5. – 10. Menschen
Kennzeichen: schraubenförmig gewunde-nes Bakterium
Aktivitäten: Erhöhung der Produktion von Magensäure
Reizung der Magenschleimhaut
Entzündung des Magens
Bildung von Geschwüren im Magen und Zwölffingerdarm
Grundsätzliches zu Helicobacter pylori
Eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit H.p. ist bei unter 20-jährigen nur bei jedem 10. Menschen zu finden. Dagegen ist in Deutschland jeder zweite 60-jährige „H.p. positiv“. Von den Menschen, bei denen sich H.p. eingenistet hat, merken nur 30 % etwas von seinen Aktivitäten. Diese äußeren sich in:
• Magenschmerzen, Druck im Oberbauch
• Sodbrennen, Völlegefühl
• Übelkeit
Folgen einer Helicobacter-Infektion
Es entwickeln sich allmählich eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und bei ca. 5 % dieser Patienten auch Geschwüre im Magen und/oder Zwölffingerdarm. Je nach Ausprägung und Dauer der Magenschleimhautentzündung steigt auch das Risiko, an bestimmten Formen von Magenkrebs zu erkranken.
Individuelle Risiken wirken entscheidend mit! Warum bei der sehr großen Zahl von H.p.-Trägern nicht alle an einer chronischen Magenschleimhautentzündung oder einem Geschwür erkranken, ist noch nicht ausreichend erforscht.
Vermutlich sondern bestimmte Stämme von Helicobacter besonders aggressive Giftstoffe ab. Auch die erblich bedingte, unterschiedliche Säureproduktion im Magen hat Einfluss darauf, wie schwer die Folgen der Infektion ausfallen.
Ein geschwächtes Immunsystem, übermäßiger Stress sowie starker Nikotin- und Alkoholgenuss, die die Magenwände schädigen, spielen hierbei eine wesentliche Rolle.
Wie kann die Infektion mit Helicobacter pylori nachgewiesen werden?
Durch Untersuchung einer Stuhlprobe auf das Vorhandensein des Erregers.
- Helicobacter pylori Antigen in Stuhl
Preis: 14,57 Euro
Wie wird Helicobacter übertragen?
Infektionsquelle ist der „H.p. – positive“ Mensch.
Die Übertragung des Bakteriums erfolgt überwiegend schon im Säuglings- und Kindesalter, z.B. durch gemeinsame Benutzung von Trinkflaschen und allem, was in den Mund gesteckt werden kann
Wie kann man einer Infektion vorbeugen?
• Küchenhygiene in Familien und anderen Wohngemeinschaften sowie Kindereinrichtungen
• übermäßigen Stress vermeiden
• Meidung von Nikotin, Alkohol in Maßen
• Ausgewogene Ernährung
Behandlung von Helicobacter pylori-Infektionen:
Um das Bakterium erfolgreich aus dem Magen zu entfernen, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin bereits im Jahre 1996 eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten zugelassen: Die so genannte „Bismuth-haltige 4-fach Kombinationstherapie“ ist in 95 % der Fälle erfolgreich.
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