Vitamin D

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das im Körper wie ein Hormon wirkt. Es existiert in zwei Formen:
• Vitamin D₂ (Ergocalciferol) – kommt in Pflanzen vor.
• Vitamin D₃ (Cholecalciferol) – wird in der Haut durch Sonnenlicht gebildet und ist in tierischen Lebensmitteln enthalten.

Der Körper wandelt Vitamin D in der Leber zu 25-Hydroxy-Vitamin-D um – der Speicherform, die im Blut gemessen wird.

 

Warum braucht der Körper Vitamin D?

Vitamin D hat zahlreiche Aufgaben:
• Aufnahme von Kalzium und Phosphor – wichtig für starke Knochen und Zähne.
• Erhalt der Knochenstabilität und Vorbeugung von Osteoporose.
• Stärkung des Immunsystems – Aktivierung von Immunzellen, Schutz vor Infektionen.
• Regulation von Entzündungen und Unterstützung der Psyche.
• Einfluss auf Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutzucker und Muskelkraft.

 

Wie entsteht ein Vitamin‑D‑Mangel?

Ein Mangel entsteht meist durch zu wenig Sonnenlicht, besonders im Winter. In Deutschland sind bis zu 60 % der Bevölkerung nicht ausreichend versorgt.

Weitere Risikofaktoren:
• Alter über 45 Jahre, Säuglinge, dunkler Hauttyp.
• Chronische Erkrankungen von Darm, Leber oder Niere.
• Bestimmte Medikamente (z. B. Antiepileptika).
• Geringe Sonnenexposition durch Kleidung oder Lebensstil.

 

Typische Symptome eines Mangels

• Müdigkeit,
• Abgeschlagenheit
• Muskelschwäche,
• Knochenschmerzen
• Infektanfälligkeit
• Haarausfall
• Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen

 

Folgen eines langfristigen Mangels

• Osteoporose & Knochenbrüche
• Erhöhtes Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen
• Erhöhte Infektanfälligkeit & chronische Entzündungen
• Autoimmunerkrankungen
• Diabetes
• Depressionen

 

Wie kann man Vitamin D aufnehmen?

1. Sonnenlicht
80–90 % des Bedarfs deckt der Körper durch UV‑B‑Licht. Schon 10–15 Minuten Sonne täglich im Sommer können reichen.

2. Ernährung
Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen:
• Fetter Fisch (Hering, Lachs, Sardine)
• Lebertran
• Eier
• Milchprodukte

3. Nahrungsergänzungsmittel
Oft sinnvoll, besonders im Winter oder bei Risikogruppen. Eine Überdosierung ist jedoch möglich – daher Dosierung immer ärztlich abklären.

 

Wie wird ein Vitamin‑D‑Mangel festgestellt?

Durch eine Blutuntersuchung auf 25-Hydroxy-Vitamin D. Dies ist der zuverlässigste Marker für den Vitamin Status.

 

Wann sollte ich meinen Vitamin‑D‑Spiegel prüfen lassen?

• Bei Müdigkeit, Muskelschwäche oder häufigen Infekten
• Bei Osteoporose oder Knochenproblemen
• Bei chronischen Erkrankungen
• Bei geringer Sonnenexposition
• In Schwangerschaft & Stillzeit

 

Wie wird die Blutentnahme durchgeführt?

• Die Messung erfolgt aus venösem Blut.
• Eine Nüchternblutentnahme ist nicht zwingend erforderlich.

Die Einnahme von Vitamin D-Präparaten sollte dem Labor/Arzt mitgeteilt werden.

 

Was beeinflusst den Laborwert?

• Jahreszeit (Winterwerte meist niedriger)
• Hauttyp & Sonnenexposition
• Alter
• Körpergewicht
• Erkrankungen von Darm, Leber oder Niere
• Medikamente (z.B. Antiepileptika, Glukokortikoide)
• Nahrungsergänzungsmittel

 

Wie oft sollte der Wert kontrolliert werden?

• Bei bestehendem Mangel: nach ärztlicher Empfehlung, häufig nach 8–12 Wochen
• Bei stabiler Versorgung: 1× jährlich, meist im Winter sinnvoll
• Bei Risikogruppen (z.B. Osteoporose, chronische Erkrankungen): nach individueller Empfehlung

Warum ist die Kontrolle wichtig?

• Um einen Mangel sicher zu erkennen
• Um eine Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel zu vermeiden
• Um die Therapie zu überwachen, falls Vitamin D-Präparate eingenommen werden

 

Was kostet die Vitamin D Spiegelbestimmung?

Preis: 27,98 Euro

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