Darmkrebsvorsorge
Fakten zum Darmkrebs
Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 50.000 Menschen an Darmkrebs. Mit etwa 30.000 Todesfällen stellt Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache dar. Es gibt heute ausreichende Möglichkeiten der Früherkennung und daraus resultieren effektive therapeutische Maßnahmen. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung in einem frühen Stadium ist die Heilungschance nahezu 100 %.
Zu wenige nutzen die Chance
Obwohl es in Deutschland seit mehr als 25 Jahren ein Programm zur Krebsfrüherkennung gibt, nutzt nur etwa jede dritte Frau und jeder sechste Mann über 45 Jahre die Möglichkeiten!
Darmkrebs entsteht langsam
Fast immer entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Wucherungen, die sehr langsam wachsen, sich dann aber im Lau-fe von Jahren zu Krebs entwickeln können. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung nach dem 50. Lebensjahr auf. Grundsätzlich kann sie bei jedem Menschen vorkommen.
Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit erblicher Vorbelastung in der Familie: Wenn nur ein Mitglied in der Familie Darmkrebs hat oder hatte, ist das Risiko für die anderen schon verdoppelt oder vervierfacht.
Früherkennung rettet Leben!
Wird Darmkrebs früh genug erkannt, ist er in den meisten Fällen heilbar. Nur zu spät erkannter Darmkrebs endet tödlich. Da der Darmkrebs in den allermeisten Fällen aus gutartigen Vorstufen, den Polypen, entsteht, die über viele Jahre wachsen und häufig die Neigung haben zu bluten, kann durch den Nachweis von Blut im Stuhl ein erster Hinweis auf Polypen oder Darmkrebs erzielt werden. Meistens ist die Blutbeimengung im Stuhl so gering, dass sie mit bloßem Auge nicht entdeckt wird. Deswegen wurden spezielle Testverfahren entwickelt, um auch verstecktes (okkultes) Blut aufzuspüren.
Der bei uns verwendete Test auf occultes Blut im Stuhl (iFOBT) erkennt nur menschliches Blut, ist also hochspezifisch und zudem auch viel empfindlicher als frühere Verfahren. Mit zwei Proben aus einem Stuhlgang kannst du einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung von Darmkrebs leisten!
Wer sollte an der Früherkennung teilnehmen?
Alle Personen über 45 Jahre sollten ein Mal jährlich ihren Stuhl auf okkultes Blut untersuchen lassen. Falls in der Familie ein Darmkrebs bei Geschwistern oder Eltern aufgetreten ist, sollte früher mit dem Testen begonnen werden. Frage hierzu deinen Arzt!
Testfragen zur Abschätzung des eigenen Risikos:
- Hast du schon mal Blut im Stuhl bemerkt?
- Gibt es in deiner Familie Darmkrebs?
- Liegt der letzte Test auf Blut im Stuhl länger als ein Jahr zurück?
- Bemerkst du manchmal einen drückenden Schmerz im Unterbauch?
- Sind deine Stuhlgewohnheiten verändert (z.B. Durchfall, dann wieder Verstopfung)?
- Leidst du an Völlegefühl, Übelkeit und Appetitlosigkeit
- Hattest du einen unerklärlichen Gewichtsverlust in den letzten Monaten?
Wenn der Test positiv ausfällt, also Blut im Stuhl gefunden wurde, ist eine weitere Untersuchung notwendig. Dies ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Hierbei kann dann in den meisten Fällen der Polyp oder die Polypen bereits entfernt werden und dadurch eine Heilung erfolgen.
Preis: 11,66 Euro
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